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Geschichte


Das Haus Kirchplatz 4: 500 Jahre Stadt-, Schul- und Museumsgeschichte in Sachsen

Das Museum ist in einem der ältesten Gebäude der Stadt untergebracht. Bereits 1342 wurde ein Großenhainer Schulmeister erwähnt. Es ist zu vermuten, daß bereits in dieser Zeit das Haus direkt hinter der Kirche als Schulhaus diente. 1556 wurde das Haus nach einem Brand in der Innenstadt als öffentliche Lateinschule wieder aufgebaut. Trotz verheerender Zerstörungen bei den großen Stadtbränden stammen die heutigen Umfassungsmauern und das Kellergewölbe aus dem 16. Jahrhundert. Bis 1840 blieb hier die Lateinschule für Knaben bestehen.

Mit dem Gebäude stehen auch zwei wichtige Ereignisse aus dem 19. Jahrhundert in Zusammenhang:1828 gründete Karl Benjamin Preusker hier die erste Volksbücherei Deutschlands, die "vaterländische Bürgerbibliothek". Zwei Jahre später rief er die gewerbliche Sonntagsschule ins Leben, aus der die heutige Berufsschule hervorgegangen ist. Insgesamt diente das Haus über vierhundert Jahre dem Schulbetrieb. Seit dem 19. Jahrhundert war es außerdem zeitweilig Hospital, Kinderbewahranstalt und Lager einer Tischlerei.

Ergänzt wird die Dauerausstellung durch den sogenannten "Karzer", der die Geschichte des Hauses als Lateinschule widerspiegelt. Hier werden Fundstücke präsentiert, die bei der Renovierung des Gebäudes zwischen 1991 und 1993 zutage kamen. Sie geben einen kleinen Einblick in die wechselvolle Geschichte des Hauses.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 
9.30 - 16.00 Uhr

Sonntag
14.00 - 18.00 Uhr




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